Stundenaufbau

SUMA Kurse dauern 5 Stunden zu je 50 Minuten und kosten € 59,- pro Teilnehmer.

Die Kursstunden bauen aufeinander auf.
Jede Kursstunde endet mit einer Aufgabe, die das Kind bis zu nächsten Stunde begleiten soll. Dadurch beschäftigt sich das Kind auch außerhalb des Kurses mit der Thematik.
Es gibt vier verschieden Kursangebote, mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Soziale Intelligenz 1 – Schwerpunkte

  1. Ich bin Ich -  Reflexion des eigenen ich

  2. Stopp sagen – Grenzen setzen und Grenzen akzeptieren

  3. Abwehrtechniken

  4. Hilfsbereitschaft ohne Gefahr -  Wahrnehmung der Umgebung

  5. gute Freunde/schlechte Freunde? -  Mobbing

     

Soziale Intelligenz 2 – Schwerpunkte

  1. Wiederholung und Auffrischung der Rollenspiele aus SI 1

  2. Streiten will gelernt sein - eigenes Verhalten reflektieren

  3. Abwehrtechniken

  4. Umgang mit der eigenen Wut -  praktische Tipps

  5. Selbstständigkeit -  Wie verhalte ich mich, wenn meine Eltern nicht dabei sind?

     

Soziale Intelligenz 3 – Schwerpunkte

  1. Wiederholung und Auffrischung der Rollenspiel aus SI 2

  2. Meine Gefühle – Angst, Wut, Mut, Trauer, glücklich sein, verliebt sein

  3. Abwehrtechniken

  4. Medien und Handys -  Vorteile und Nachteile

  5. Mutproben -  Umgang mit Erpressung und Drohungen 

 

Soziale Intelligenz 4 – Schwerpunkte

  1. Wiederholung und Auffrischung der Rollenspiele aus SI 3

  2. Konfliktlösung – Wie beeinflusst mein Verhalten den Ausgang eines Konfliktes?

  3. Abwehrtechniken

  4. Zivilcourage -  Helfen, aber wie?

  5. Mobbing -  Wie kann man sich selber helfen? Warum gibt es Mobbing?

     

Folgende Methoden werden im Unterricht der SUMA Kurse verwendet:

Rollenspiele
Gruppenspiele
Beobachtung
Reflexion
Hausübungen
Abwehrtechniken

Rollenspiele definieren sich in der probeweisen Übernahme von Rollen in einer fiktiven Situation. Diese Spiele können zur Vorbereitung auf den Ernstfall oder zur Reflexion des eigenen Verhaltens eingesetzt werden. Ziel ist es, Erfahrungen und Wissen über den persönlichen Einsatz durch Reden und Spielen darzustellen. Alt bewährte Spiele in der Gruppe, wie „Räuber und Gendarm“ oder „Familie“, geben Kindern die Möglichkeit verschiedene soziale Rollen nachzuahmen – im besten Fall ohne Einwirkung von Erwachsenen. Wie andere Spiele wird das Rollenspiel schon im frühen Kindesalter eingeübt und praktiziert. Das pädagogische Rollenspiel ist immer im Rahmen der Thematik frei. So bringen alle Teilnehmer spontan zum Ausdruck, was ihnen dazu einfällt. Die soziale Handlungskompetenz wird dadurch erweitert und die Akzeptanz der anderen Kinder erhöht. Die Ziele eines Rollenspiels sind das Erfahren der eigenen Grenzen, die Änderung des Verhaltensmusters, die Steigerung der Empathie, das Öffnen nach Außen und das bewusste Überwinden von Ängsten, sowie der Wissenserwerb von bestimmten sozialen Situationen. Das Rollenspiel bietet eine pädagogische Möglichkeit, ein Gespür für die Differenzierung der eigenen Identität zu erlangen. Durch Interaktion verbessern sich die soziale Intelligenz und die Wahrnehmung für soziale Realitäten. Rollenspiele unterstützen Kinder ihre Rolle und Position in der Gruppe zu definieren und zu differenzieren.

Spielen bedeutet Spaß, Spiel und Spannung, aber auch Sieg und Niederlage, sowie die Erfahrung von Stärke und Schwäche. Im Spielen spiegelt sich das soziale Verhalten und fördert die Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen Kindern. Durch Gruppenspiele werden wichtige Aspekte des menschlichen Zusammenlebens erprobt. Dazu gehören Konkurrenz, Solidarität, Empathie, Macht, Niederlage erleben und beifügen, Anerkennung, Hemmungen überwinden, Spaß und Freude in der Gruppe erleben und Erfahrungen im Umgang mit anderen Kindern sammeln. In der Spielpädagogik liegen viele wichtige Funktionen, die Kinder auf ihrem Lebensweg hilfreich sein können.

Beobachten und Wahrnehmen sind zwei Komponenten, die helfen, das eigene und fremde Verhalten zu analysieren. Die Verhaltensbeobachtung ist eine systematische Beobachtung und Registrierung von Verhaltensweisen bei Einzelpersonen. Es geht um das Beobachten und Erfassen von menschlichen Verhalten in natürlichen Situationen unter Verzicht auf jede Manipulation oder Kontrolle von außen. Die Alltagsbeobachtung ist hilfreich in der Entwicklung, denn Kinder lernen von anderen und ahmen sie nach. Mädchen spielen gerne Hausfrau und ahmen dabei die Handgriffe der Mutter nach. Diese Beobachtungen sind auch Grundlage zur Wahrnehmungsschulung. Die Selbstbeobachtung bezieht sich auf die Beschreibung und Analyse des eigenen Erlebens und Verhaltens. Sie ist zusammen mit der Selbstwahrnehmung für die eigene Bewusstseinsbildung und das Stärken des Selbstvertrauens unentbehrlich. Durch Beobachtung wird die Fähigkeit zur Empathie und sozialen Kompetenz gestärkt.

Reflexion ist das Nachdenken über eine vergangene Situation, um sie besser zu verstehen und bewusst aus ihr zu lernen. Je genauer ein Vorgang wahrgenommen und in seinen Einzelheiten beobachtet wird, desto sinnvoller fällt die Reflexion aus. Eine Reflexion sollte durch die Beschreibung der Situation eingeleitet werden. Wie habe ich mich gefühlt? Wie hat mein Verhalten die Situation beeinflusst? Was könnte ich beim nächsten Mal anders machen? Warum und wie? Durch erneutes Erleben einer bestimmten Situation in Form von Rollenspielen kann das neue Verhalten erprobt werden.

Hausübungen sollen das Gelernte vertiefen, zu selbstständigem Arbeiten anregen und die Eigenverantwortlichkeit fördern. Das Kind erfährt das stärkende Erlebnis, eine Aufgabe ohne Unterstützung bewältigen zu können. Die Unterstützung bei Hausübungen sollte immer eine Hilfe zur Selbsthilfe sein.

Abwehrtechniken dienen zu Vermeidung und Abwehr von Angriffen, Beleidigungen, Mobbing, …usw. Selbstbehauptung unterstützt die Durchsetzung der eigenen Rechte mit verbalen, gewaltfreien Methoden. Mit einem geringen Selbstwertgefühl fällt es schwerer Bedürfnisse, Ansichten und Interessen gegen andere, vor allem in Gruppen, durchzusetzen. Abwehrtechniken geben Sicherheit, im Notfall einem Angreifer nicht hilflos ausgeliefert zu sein. Personen mit einem selbstsicheren Auftreten werden letztendlich weniger angegriffen oder gemobbt. Selbstverteidigung beginnt schon im verbalen und nonverbalen Bereich. Durch den Einsatz von Körpersprache und Ausdruck vertritt man ein gestärktes Bild nach außen.